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Glastür-Kühlschrank

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Wie laut ist 38 dB? Geräuschklassen A bis D beim Kühlschrank und was die Angabe misst

Die dB-Zahl auf dem Energielabel eines Haushaltskühlschranks ist ein Schallleistungspegel in dB(A) re 1 pW. Daraus ergibt sich die Geräuschklasse: A unter 30, B 30 bis unter 36, C 36 bis unter 42, D ab 42 dB(A). 38 dB(A) sind also Klasse C, 43 dB(A) schon die lauteste Klasse D. Was du am Bett hörst, ist eine andere Größe.

von der Redaktion aktualisiert am 28. Oktober 2026 4 Min. Lesezeit

Kurz & knapp

Auf dem Haushalts-Energielabel ist die dB-Angabe die Schallleistung des Geräts in dB(A) re 1 pW. Geräuschklassen laut Verordnung (EU) 2019/2016: A unter 30, B 30 bis unter 36, C 36 bis unter 42, D ab 42 dB(A). 38 dB sind Klasse C, 43 dB Klasse D. Das Gewerbelabel nach 2019/2018 nennt gar keinen Geräuschwert, und dB-Zahlen in Amazon-Titeln sind Anbieterangaben ohne Messart.

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Symbolbild (KI-generiert): Studentenzimmer bei Nacht, im Regal ein kleiner Kühlschrank mit Glastür und gedimmtem Innenlicht
Bild: KI-generiert (OpenAI)

„Leise 38 dB“, „flüsterleiser Bierkühler“, „lautlos 39 dB“ – in den Titeln von Getränkekühlschränken stehen viele Zahlen und noch mehr Adjektive. Vergleichbar wird das nur, wenn du weißt, welche Größe gemeint ist. Die EU hat sie für Haushalts-Kühlgeräte genau festgelegt.

Was die dB-Zahl auf dem Label misst

Die Verordnung (EU) 2019/2016 nennt die Geräuschangabe auf dem Energielabel Luftschallemission und definiert sie als Schallleistungspegel eines Kühlgeräts in dB(A) re 1 pW, A-bewertet. Auf dem Label steht der Wert auf ganze dB gerundet, daneben die Geräuschklasse.

Wichtig ist das Wort Schallleistung. Sie beschreibt, wie viel Schall das Gerät als Quelle insgesamt abstrahlt – unabhängig davon, wo du stehst. Was ein Messgerät oder eine Handy-App im Zimmer anzeigt, ist dagegen ein Schalldruckpegel am Messort. Der hängt laut Stadt Köln stark von der Entfernung zur Schallquelle ab. Deshalb kannst du einen Label-Wert nicht mit einer App-Messung neben dem Bett vergleichen.

Auch Prüfinstitute arbeiten mit einer anderen Größe: Die Stiftung Warentest errechnet für ihr Kühlschrank-Urteil aus dem Schalldruckpegel und weiteren Hör-Parametern einen eigenen Geräuschqualitätsindex. Mehr dazu unter Tests und Prüfberichte.

Die vier Geräuschklassen

GeräuschklasseLuftschallemissionTitelwerte, falls es Label-Werte wären
Aunter 30 dB(A)–
B30 bis unter 36 dB(A)–
C36 bis unter 42 dB(A)TRIUMPHKEY 90 L 38, HEINRICHS 45 L 39, HCK 98 L 39 dB
Dab 42 dB(A)EUHOMY 48 L 43 dB; WIE 36 L „unter 43 dB“ kann C oder D sein

Quelle der Klassen: Verordnung (EU) 2019/2016, Anhang II Tabelle 2. Die Werte in der rechten Spalte sind Anbieterangaben aus Amazon-Titeln und -Angeboten. Ob sie nach den Regeln des Labels ermittelt wurden, ist nicht belegt.

Wie groß sind 5 dB Unterschied?

Dezibel sind eine logarithmische Skala. Laut einem Glossar der Europäischen Kommission bedeutet eine Steigerung um 3 dB bereits eine Verdopplung der Schallintensität. Die Stadt Köln beschreibt die Wahrnehmung so: Unterschiede von 3 dB nimmt man deutlich wahr, als doppelt so laut empfindet man eine Erhöhung erst ab etwa 10 dB.

Für den Vergleich 38 gegen 43 dB heißt das (eigene Rechnung): 5 dB mehr entsprechen rund dem 3,2-Fachen an Schallleistung. Hörbar ist das deutlich, doppelt so laut wirkt es aber noch nicht. Die Klassen B und C sind jeweils 6 dB breit – ein Klassensprung ist also mehr als „ein bisschen lauter“.

Welche Geräte gar keine Geräuschangabe haben

Das Label für Kühlgeräte mit Direktverkaufsfunktion nach Verordnung (EU) 2019/2018 enthält keine Geräuschangabe. Das betrifft zum Beispiel den METRO Professional GSC4240, der in EPREL als Getränkekühler nach dieser Verordnung eingetragen ist, und den KVC-90A, ein Gerät mit derselben Modellkennung wie der TRIUMPHKEY 90 L – sein Datenblatt nennt keinen dB-Wert. Ob das Amazon-Angebot des TRIUMPHKEY diese Registrierung nutzt, ist nicht bestätigt. Seine 38 dB stammen jedenfalls nicht von einem Label, das wir gesehen haben.

Welches Label ein Gerät trägt, erklärt Energielabel beim Getränkekühlschrank.

„Geräuscharm“, „lautlos“, „flüsterleise“

Die Verordnung kennt nur einen Begriff: das geräuscharme Kühlgerät. Das ist ein Gerät ohne Dampfkompression mit einer Luftschallemission von weniger als 27 dB(A). Ein Kühlschrank mit Kompressor fällt also nie darunter. Wörter wie „lautlos“ oder „flüsterleise“ im Titel eines Kompressorgeräts sind Werbesprache.

Geräte ohne Kompressor, etwa thermoelektrische mit Peltier-Element, können die 27-dB-Grenze unterschreiten. Leise heißt dabei nicht stark: Die australische Verbraucherorganisation CHOICE hat den thermoelektrischen Xbox Mini Fridge im Labor gemessen. Bei 32 °C Raumtemperatur kühlten Dosen in 24 Stunden nur auf 21 °C ab, und der gemessene Verbrauch lag bei 376 kWh pro Jahr. Die Kühltechniken im Vergleich stehen unter Kompressor, Absorber oder thermoelektrisch. dB-Spannen „je Technik“, wie sie im Netz kursieren, haben wir in keiner Primärquelle gefunden.

Wie genau ist der Label-Wert?

Den Wert gibt der Lieferant an. Prüft eine Marktüberwachungsbehörde nach, darf der gemessene Wert laut Anhang IX der Verordnung den angegebenen um höchstens 2 dB(A) überschreiten. Zwei Geräte mit 40 und 41 dB auf dem Label lassen sich deshalb kaum unterscheiden. Erst Unterschiede von mehreren dB oder eine andere Geräuschklasse sagen etwas.

So nutzt du die Angabe beim Kauf

  1. Label suchen, nicht Titel lesen. Im Angebot oder über den QR-Code in der EU-Datenbank EPREL. Nur dort steht ein vergleichbarer dB(A)-Wert mit Klasse.
  2. Verordnung prüfen. Steht 2019/2018 auf dem Label, gibt es keinen Geräuschwert – dann musst du beim Anbieter nachfragen.
  3. Klasse statt Einzelwert vergleichen. Wegen Rundung und Toleranz sagt 1 dB Unterschied wenig.
  4. Abstand einplanen. Der Pegel am Ohr sinkt mit der Entfernung. Fürs Schlafzimmer zählt deshalb, wo das Gerät steht, fast so viel wie der Wert.

Welcher Getränkekühlschrank fürs Zimmer?

Ein Gerät mit belegtem, niedrigem Label-Geräuschwert haben wir bisher nicht im Vergleich. Welche Modelle trotzdem ins Schlaf- oder Gaming-Zimmer passen und wie du sie aufstellst, zeigt der Ratgeber Mini-Kühlschrank fürs Zimmer: leise genug?. Begriffe wie Luftschallemission stehen im Glossar, alle Setups auf der Startseite.

FAQ – oft gefragt

Wie laut ist ein Kühlschrank mit 38 dB?

Wenn 38 dB der Wert vom Haushalts-Energielabel ist, liegt das Gerät in Geräuschklasse C (36 bis unter 42 dB(A)). Gemeint ist die Schallleistung, die das Gerät insgesamt abstrahlt – nicht der Pegel an deinem Ohr, der mit dem Abstand sinkt. Steht die Zahl nur im Amazon-Titel, ist offen, wie sie gemessen wurde.

Sind 43 dB bei einem Kühlschrank laut?

Auf dem Haushaltslabel gehören 43 dB(A) zur lautesten Geräuschklasse D, die ab 42 dB(A) beginnt. Im Vergleich zu 38 dB(A) sind das 5 dB mehr, rechnerisch gut dreimal so viel Schallleistung. Als doppelt so laut empfunden wird ein Unterschied laut Stadt Köln aber erst ab etwa 10 dB.

Was bedeutet dB(A) re 1 pW?

Das ist ein Schallleistungspegel: dB(A) heißt A-bewertet, also an das menschliche Hören angepasst, und re 1 pW heißt bezogen auf ein Pikowatt. Die Verordnung (EU) 2019/2016 nutzt ihn für die Luftschallemission auf dem Label. Er beschreibt die Geräuschquelle selbst, unabhängig vom Raum und vom Abstand.

Warum steht beim Gastro-Kühlschrank keine dB-Angabe auf dem Label?

Weil das Label für Kühlgeräte mit Direktverkaufsfunktion nach Verordnung (EU) 2019/2018 keine Geräuschangabe vorsieht. Auch das Datenblatt des KVC-90A, eines Getränkekühlers nach dieser Verordnung, nennt keinen dB-Wert. Eine Geräuschklasse gibt es nur auf dem Haushaltslabel nach 2019/2016.

Wie genau ist die dB-Angabe auf dem Energielabel?

Der Lieferant gibt den Wert an, gerundet auf ganze dB. Prüft eine Marktüberwachungsbehörde nach, darf der gemessene Wert laut Verordnung (EU) 2019/2016 den angegebenen um höchstens 2 dB(A) überschreiten. Misst die Behörde bei einem Gerät mit 41 dB auf dem Label 43 dB(A), liegt das noch innerhalb dieser Toleranz.

Belege & Quellen

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Wer hier schreibt

Redaktion getraenkekuehlschrank-glastuer.de

Kühltechnik-Check für Setup, Keller & Garage

Wir sind die Redaktion von getraenkekuehlschrank-glastuer.de. Wir lesen Energielabel-Datenblätter aus EPREL, EU-Verordnungen, Bedienungsanleitungen und Anbieterangaben und übersetzen Liter, dB, kWh und Klimaklassen in klare Kaufberatung. Eigene Messungen oder Labortests machen wir nicht – das sagen wir offen.

  • EPREL & EU-Verordnungen gelesen
  • Anbieterangaben als solche markiert
  • Keine Labortests – offen gesagt
  • Betreiberangaben im Impressum

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